Spiegelthemen: Eine Art "Trend", der mich traurig stimmt:

Ich lese aktuell recht häufig, dass Tiere sterben, damit ihre Menschen leben dürfen. Oder sterbenskrank geworden sind, um ihren Menschen etwas zu spiegeln. Und einzig und allein aus diesem Grund wären sie krank. Wie schrecklich! Wer möchte denn da noch Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen? Und wenn das bei Tieren so ist, wie ist es dann mit Kindern?

Es gibt Spiegelthemen! Oh ja! Ich habe ja in dem anderen Reiter einiges dazu geschrieben. Und sie sind ein Geschenk an uns. Tiere spiegeln uns einiges und zeigen uns auch viel auf. Ich empfinde das als unglaubliche Bereicherung, auch wenn es oft anstrengend ist. Wir dürfen uns unsere „Schattenthemen“ ansehen. Nicht immer ist alles verarbeitet, vollkommen verarbeitet, was wir erlebt haben und was uns verletzt oder gar traumatisiert hat. Manchmal gibt es auch karmische Verstrickungen, die gelöst und aufgelöst werden wollen und müssen. Spiegeln tun uns jedoch auch Menschen. Je mehr mich etwas triggert, desto mehr hat es auch mit mir zu tun. Ob mir das gefällt oder nicht. Das gilt auch für Botschaften oder Worte unserer Tiere.

Spiegelthemen sind aber nicht immer einfach zu erkennen. Das eigentliche Thema, die Ursache für das Spiegelthema, ist nicht immer sofort klar. Wenn wir uns aber dafür öffnen, es in Liebe annehmen, wird es deutlicher und die Zusammenhänge werden immer klarer. Manches ist auch Schicht für Schicht eingelagert. Und man arbeitet sich vor, als würde man eine Zwiebel schälen. Auch mit den nötigen Tränen, die dabei geweint werden wollen.

ABER: Jedes Tier bringt auch seine ganz eigene Geschichte mit zu uns. Und sicher fühlen wir uns von Seelen angezogen, an und mit denen wir wachsen dürfen. Die vielleicht auch organisch und/ oder seelisch ähnliche Baustellen haben wie wir. Ähnliche Themen haben und tragen wie wir. Die uns möglicherweise auch einen Weg aufzeigen, der wichtig für uns ist. Zum Beispiel beruflich. Und das ist wahrlich ein Geschenk! Wenn wir uns dafür öffnen, und dazu bereit sind an uns und unserer Geschichte zu arbeiten, an unserem Weg zu arbeiten, ist so unfassbar viel Entwicklung möglich! Und hier gibt es dann auch Spielthemen bei unseren Tieren, die sich erst bessern, wenn wir an uns, unseren Themen, und unserem Weg arbeiten. Uns dafür öffnen. Keine Frage.

ABER: Wenn ich mich zum Beispiel für einen fünfjährigen Hund aus dem Tierschutz entscheide, der bei mir einzieht, mit allem was er in den fünf Jahren erlebt hat: Emotional, körperlich und sicher auch an mangelhafter Ernährung, dann bringt dieser Schatz schon seine Köfferchen mit. Ob und wann er sie auspackt, ist individuell sehr unterschiedlich. Auch wird jeder Welpe schon im Bauch der Mama mit Emotionen und, je nach Herkunft, auch möglicher mangelhafter Ernährung geprägt. Auch Krankheiten können sich vererben (und dabei durchaus eine Generation überspringen). Also kann auch ein Welpe schon einiges mitbringen. Sei es aus der Schwangerschaft, mögliche Erbthemen, oder weil es Krankheiten gab. Bei ihm, der Mama, einem Geschwisterchen. Auch verstorbene Geschwister können ein Tier schwächen! Oder eine Trennung vom Rudel. Wir alle, Mensch wie Tier, erleben schon im Bauch einiges. Man weiß heute, wenn Kinder u. a. nicht gewollt sind, und in der Schwangerschaft nicht gut ernährt werden, gleichgültig ob emotional oder körperlich, macht das etwas mit dem jeweiligen Kind. Wie es sich zeigt, hängt aber auch vom Charakter dieser schönen Seele ab. Und unseren Tieren geht es da ähnlich. Pferde werden aus ihrer Sicht oft zu früh von der Mutter getrennt und auch das kann körperliche Themen nach sich ziehen – in Teilen therapieresistente Themen! Aber ist das dann unsere Schuld? Wirklich unsere Schuld? Ist die Ursache dafür wirklich bei uns zu suchen? Oder haben wir evtl. ein ähnliches Thema? Waren wir als Säugling vielleicht krank und im Krankenhaus? Oder unserer Mutter ging es schlecht? Gibt es hier vielleicht das Spiegelthema, nach dem wir gucken dürfen? Die Heilung, die wir genauso benötigen wie unser Wegbegleiter?

Bleiben wir bei dem Hund. Sie verlieben sich jetzt in diesen fünfjährigen Hund. Nennen wir in „Fluffi“. Und er darf bei Ihnen einziehen. Zu Beginn ist auch alles gut. Doch nach einigen Wochen oder Monaten verändert er sich. Er frisst schlecht und bekommt Durchfall. Der Tierarzt stellt z.B. eine Pankreatitis und evtl. auch Allergien fest. Vielleicht wurden die Allergien auch ausgelöst durch die Pankreatitis. Die Pfoten beginnen zu blühen, Fluffi schüttelt den Kopf und leckt sich auch viel die Pfoten. Oder Fluffi hat eine chronisch entzündliche Darmerkrankung und Allergien. Ist es jetzt wirklich IHRE Schuld, dass es so gekommen ist? Oder darf Fluffi vielmehr zum ersten Mal zeigen: „Mir geht es nicht gut! Und mir bekommt auch nicht jedes Essen. Nur durfte ich das vorher nicht zeigen, weil ich ansonsten verhungert wäre!“ Ja, vielleicht haben Sie auch Allergien. Vielleicht haben Sie auch Magen-/Darmthemen oder Probleme mit der Bauchspeicheldrüse. Vielleicht haben Sie auch ein Trauma oder seelische Verletzungen erlebt und haben es noch nicht richtig verarbeitet? Und Fluffi kommt mit ähnlichen Symptomen und Themen zu Ihnen, damit auch bei Ihnen viel heilen darf. Nicht nur bei ihm. Sehen Sie es als Geschenk und lassen Sie sich bitte nicht einreden, das Tier ist „(tod)krank“ wegen Ihnen. Sofern wir ein Tier nicht seelisch und/oder körperlich misshandeln, ihm permanenten Stress bereiten, und es gut ernähren, darf man sich von diesem Vorwurf freisprechen. Wenn wir hinsehen und unserem Schatz helfen, auch mit Hilfe von einem Tierarzt, und uns auch gut um uns kümmern, dürfen auch Tiere krank werden. Ohne dass wir uns von außen Schulgefühle einreden lassen. Wir alle sind Energie und natürlich kann sich einiges spiegeln. Und man nimmt auch Energien von außen an. Aber deswegen gleich sterben? Dann dürfte niemand mehr ein Tier oder gar Kinder haben. Dann wären „wir“ immer schuld an jeder Erkrankung. Ich spreche hier von liebenden Menschen. Nicht von jenen, die misshandeln, egal auf welcher Ebene. Nicht von jenen, die ihrem Tier nicht helfen und Schmerzen ignorieren. Oder jenen, die psychisch schwer krank sind und ihr Tier einfach zu viel für sie mittragen muss. Lassen Sie sich bitte nicht einreden, dass Ihr Tier wegen Ihnen stirbt. Oder stirbt, damit Sie leben dürfen. Man mag mich dafür steinigen oder nicht. Das ist meine Meinung und was ich in Kontakten mit Tieren erlebe. Ich hatte inzwischen einige Kunden denen erzählt wurde, ihr Tier würde sterben, damit sie leben können und dürfen. Mich stimmt das sehr traurig. Ich finde das auch unverantwortlich. Wie soll man mit diesen Schuldgefühlen umgehen und leben? Wie soll man sich jemals wieder FÜR ein Tier entscheiden, wenn man so etwas hört?

Spiegelthemen sind so real wie Sie und ich. Sie sind wichtige Wegweiser und wundervolle Schätze. Sie geben uns die Möglichkeiten zu lernen, zu wachsen und heilen zu lassen, was wir noch an „Ballast“ und „Verletzungen“ mit uns herumtragen. Wenn wir es wollen und annehmen können. Und wir fühlen uns sicher immer zu Seelen hingezogen, die ähnliche Themen haben wie wir. Sei es emotional oder körperlich. Vielleicht auch beides. Aber nicht alles ist ein Spiegelthema. Manches ist was es ist: Eine Krankheit, die man nicht, oder nur bedingt, beeinflussen kann. Sie kommt oder entsteht aus unterschiedlichsten Gründen. Gene spielen hier auch eine Rolle, sowie Erbthemen und eine Grundkonstitution. Wir alle werden durch so viel geprägt! Umweltgifte sind immer um uns herum. Wir atmen sie ein, wir nehmen sie mit unserer Nahrung zu uns, unsere Haut nimmt sie auf. All das spielt auch eine Rolle. Dazu kommen Impfungen, sogenannte prophylaktische Wurmkuren, Spotons etc.

Nehmen Sie Spiegelthemen als den Schatz an, der er ist. Sehen Sie sie als Geschenk. Sollte Ihnen jemand sagen: „Dein Hund/ Tier stirbt wegen dir, damit du leben kannst!“ atmen Sie tief in Ihren Körper. Schließen Sie Ihre Augen und atmen Sie tief in ein und fragen Sie sich: „Ist das wirklich wahr?“ Und dann achten Sie auf die Signale, die Sie bekommen. Vielleicht auch von Ihrem Tier. Sie kommen in unser Leben, um uns zu lieben und zu zeigen, wie wichtig Liebe ist. Wie wichtig es ist, bei sich anzukommen. Freude und Spaß zu haben. Leichtigkeit zu spüren und zu fühlen. Den Augenblick zu leben und zu lieben. Sie können Meilensteine für uns sein. Auf vielen Ebenen. Sie ermöglichen uns Heilung und Wachstum. Und ja, das kann verdammt anstrengend sein! Sie wollen jedoch nicht, dass wir Schuldgefühle haben. Und ich spreche hier immer von gut versorgten und geliebten Tieren! Nicht von Tieren, die in ihrem zu Hause vernachlässigt werden. Egal auf welcher Ebene. Oder gar misshandelt. Nein, ich spreche von Tieren, die gesehen und geliebt werden. Und sie wollen sicher nicht, dass wir uns so fühlen. So bliebe ihr Körbchen bzw. ihr Platz für immer leer, wenn sie gehen. Und das wollen sie nicht. Ein liebevoller Platz sollte immer wieder vergeben werden, wenn wir uns darauf einlassen können.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Freude mit Ihrem Tier. Egal welche(s) Sie durch Ihr Leben begleitet. Ich wünsche Ihnen Freude, Leichtigkeit und die Erkenntnis, was Ihnen gespiegelt wird und warum. Was sicher auch eine Herausforderung sein kann. Ich wünsche Ihnen Freude bei Ihrem Wachstum, denn auch das ermöglichen uns diese wundervollen Geschöpfe. Lassen Sie sich spiegeln, was für Sie und Ihren Weg, für Ihren Körper, Ihre Seele und auch Ihre wahre Berufung wichtig ist. Und danken Sie Ihrem wundervollen Wegbeleiter dafür! Danken Sie Ihrem Schatz für dieses kostbare Geschenk. Aber haben Sie auch den Mut, und die Kraft, das an „fremde“ Absender zurückzuschicken, was nicht zu Ihnen gehört. Was nicht richtig ist. Lernen Sie und haben Sie Spaß dabei. Wachsen Sie und genießen Sie es. Wachstum kann schmerzen und ist doch so wichtig. Für uns alle. Leben Sie die Liebe und lassen Sie sich von der Liebe berühren und verzaubern. Öffnen Sie sich für Ihre Möglichkeiten, die Ihnen Dank der wundervolle(n) Seele(n) an Ihrer Seite aufgezeigt werden. Und nehmen Sie dieses wertvolle Geschenk liebevoll und achtsam an. Leben Sie die Liebe und genießen Sie sie. Das wünsche ich Ihnen und Ihrem Tier/ Ihren Tieren.

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie die Menschen treffen, die gerade richtig und wichtig für Sie sind. Für Sie und Ihr Tier. Kämpfen Sie für sich und Ihren Schatz. Bleiben Sie zuversichtlich. Sollten Sie gerade um das Leben von Ihrem Wegbegleiter kämpfen, so wünsche ich Ihnen Kraft und Glück. Bleiben Sie in der Hoffnung. Bleiben Sie bei sich und bei Ihrem Tier. Das ist es, was wirklich zählt. Hören Sie auf Ihren Bauch und Ihr Herz und gehen Sie den Weg, der sich richtig und stimmig anfühlt.