Majas Seelengespräche
 

Zeichen/Symptome von Trauer. Es ist ein Beitrag, der durch Fragen entstanden ist:


Neben den vielen organisatorischen und alltäglichen Veränderungen, die der Tod eines Haustieres und oder eines Menschen, der einem nahe steht, mit sich bringen, können auch körperliche Veränderungen und ein verändertes Fühlen und Denken jene belasten, die von Trauer betroffen sind.


Manche sind sehr müde und leiden doch unter Schafstörungen und für einige steht die Frage nach dem Sinn des Lebens im Raum. Wenn Symptome so stark werden, ist es wichtig sich Hilfe zu holen!


Viele fühlen sich unter Druck gesetzt, weil das (Um)Feld nicht zwingend versteht, wie sie trauern und dass man um ein Tier durchaus intensiver trauern kann als um manch einen Menschen. Warum ist das so? Weil wir mit niemandem so viel uneingeschränkte Zeit verbringen, wie mit unseren Tieren. Weil sie uns bedingungslos lieben und bis in unsere Seele blicken. Wir gestalten unseren Alltag mit ihnen und um sie herum. Kaum eine Beziehung ist so eng und ehrlich, wie die zu unseren Tieren. Wenn man sich richtig darauf einlässt. Sie machen unsere Welt bunter und lassen uns lachen. Es fehlt viel, wenn sie nicht mehr da sind. Kinder sind hier natürlich auch ein Einschlag, der mehr immens ist! Kein Elternteil sollte sein Kind überleben. Und doch sind viele davon betroffen. Die Leere, die nach dem Verlust von einem Kind entsteht, ist für mich nicht in Worte zu fassen…Das Kinderlachen, das nicht mehr durchs Haus geht. Die Füße, die man nicht mehr im Haus hört. Die Diskussionen, die man nicht mehr führt. Diese wundervollen Körper, die nicht mehr da sind. Das ist ein Verlust, der alles toppt! Wahrlich alles. Und ein Schmerz, der einen förmlich zerschneidet und innerlich ausweidet. Manche halten es dann zu Hause nicht mehr aus. Andere wollen nur zu Hause sein um alles zu inhalieren, dass sie noch an ihren wundervollen Engel erinnert. Sie wollen den Duft noch aufnehmen. Bis dieser verfliegt. Und doch gibt es da auch die Angst, den Duft, die Stimme, den Geruch, zu vergessen. Dieser Schmerz ist einer der schrecklichsten überhaupt; finde ich. Aber auch hier trauert jeder anders. Und doch stehen viele vor einer Leere, die auch durch das Umfeld ausgelöst werden kann. Trauer ist für viele noch eine Art Tabuthema. Und so fühlen sich nicht wenige allein mit ihrem Schmerz. 


Der Tod unseres Tieres, und auch der von einem geliebten Menschen, verändert unser Leben von einer auf die andere Sekunde. Sonne und Mond kommen weiter als sei nichts geschehen und dabei ist für uns nichts mehr wie zuvor. Auch andere im Haushalt lebende Tiere können trauern! Manche geben sich sogar auf.


Trauer kann uns verändern. Aber Trauer ist nicht für und bei jedem gleich! Was aber passieren kann ist folgendes:


Man fühlt eine starke Müdigkeit. Manchmal auch, weil die letzten Wochen und auch Monate sehr anstrengend waren und der Körper das jetzt, wo er nicht mehr funktionieren muss, stark sein muss, aufzeigt. Wichtig ist, dennoch an die frische Luft zu gehen. Sonst kann auf diese Müdigkeit eine Depression folgen ❤


Viele haben Angst vor der Nacht und leiden unter Schlafstörungen. Sie haben Angst davor allein zu sein oder durchleben Stunden und Momente, die in ihren Augen nicht richtig waren, wieder und wieder. Gab es in den letzten Wochen oder Monaten vor dem Abschied anstrengende Nächte, hat man auch durchaus noch (s)eine innere Uhr, die einen zu den typischen Zeiten weckt. Man schläft vielleicht auch nicht ein, aus Angst hier etwas zu verpassen. Nicht parat zu sein, obwohl der Kopf doch weiß: Es gibt diesen Engel nicht mehr in körperlicher Gestalt. Du musst hier nichts mehr tun. Die Zellen sind aber noch auf einen anderen Rhythmus eingestellt. Oder man schläft erschöpft ein und wird mitten in der Nacht wach und kann nicht mehr schlafen.


Häufig kommt es zu einem fehlenden Hungerfühl. Andere sehnen sich nach der Süße des Lebens, weil so viel Freude und Lebensinhalt fehlen, sie fühlen sich einsam, und essen aus diesem Grund deutlich mehr und nehmen zu. In beiden Fällen ist die Ernährung nicht zwingend gut. In der Trauer fehlt auch oft die Energie und Lust zu kochen. Einige essen dann sehr viel weniger, andere deutlich mehr und auch ungesünder. In beiden Fällen kann es zu unbewusstem Druck aus dem Feld kommen. Gut gemeinte Ratschläge sind dennoch auch "Schläge". Macnhes tut weh. Mehr als andere, die es gut meinen, sich vorstellen können.


Dann kann es zu einer Reihe von körperlichen Symptomen kommen:


Der Tod kann sich als Schock in der Kehle einlagern und hier zu einem Kloßgefühl führen oder aber bewirken, dass sich die Kehle wie zugeschnürt anfühlt. Man bekommt Schluckbeschwerden oder muss sich viel räuspern.


Beklemmungsgefühle in der Brust können sich zeigen. Bis hin zu Herzrasen und auch Herzschmerzen. Manche leiden auch am „Broken Heart Syndrom“ und das ist nicht zu unterschätzen! Das Broken Heart Syndrom ist eine akute, oft durch extremen emotionalen oder physischen Stress ausgelöste Herzmuskelschwäche. Die Symptome, wie plötzlich auftretende Brustschmerzen und Atemnot, ähneln durchaus denen eines Herzinfarkts.


Es gibt Menschen, die in Trauer unfähig sind, um Hilfe zu bitten. Sie können auch nichts „erledigen“. Alles ist zu viel. Schon alltägliche Handgriffe im Haushalt können sich zu schwer anfühlen. Wenn das schon nicht geht, kann man sich vorstellen, wie schwer Aufgaben fallen, die mehr von einem erfordern ❤


Andere funktionieren wie auf Autopilot. Wirken dabei jedoch leer und emotionslos. Sie sind wie betäubt. Sie lachen nicht und fühlen auch keine Begeisterung für etwas. Auch schöne Momente schaffen es nicht ihr Herz zu kitzeln.


Dann gibt es hier das genaue Gegenteil: Überaktivität. Trauernde, die so agieren, halten die Trauer so besser aus. Manche flüchten auch vor ihr, indem sie immer in Bewegung und Aktivität sind.


Dann gibt es noch:


Konzentrationsstörungen, Muskelschmerzen, Überempfindlichkeit, Verwirrung und auch ein verändertes Zeitgefühl. Für einige vergehen Minuten wie Stunden und andere merken gar nicht, wie der Tag an ihnen vorbeizieht.


Isolation…Menschen ziehen sich zurück. Es werden keine Freundschaften mehr gepflegt, Hobbys sind nicht mehr wichtig, das berufliche und/ oder persönliche Umfeld ist nicht mehr „existent“. Es interessiert nicht. Die Betroffenen gehen vielleicht auch nicht mehr zur Tür oder ans Telefon. Sie gehen in den Rückzug. WICHTIG: Das ist nicht persönlich gemeint!


Und dann gibt es da auch noch das Gefühl von Sinnlosigkeit. Für manche wird alles trist und grau.


Wichtig ist:  Sich eine Struktur zu schaffen. Das kann z.B. ein morgendlicher Spaziergang sein. Oder bewusste Rituale, die man pflegt, um sich seinen Emotionen zu widmen. Emotionen wie Schmerz, Leere, Angst, emotionale Taubheit und auch Wut sind normale Reaktionen in der Trauer. Andere fühlen auch Schuldgefühle. Unter anderem auch, weil sie nach einem intensiven Abschiedsprozess vielleicht Erleichterung verspüren. Diese Gefühle wollen gelebt werden. Mir hat vor einigen Jahren ein Hund in einer Tierkommunikation gesagt: „Weißt du, wenn wir gehen, ist das für euch so schwer. Viele verstecken auch ihre Tränen. Dabei ist es so wichtig zu weinen. Jede nicht geweinte Träne vergiftet den Körper von innen und macht das Blut sauer (Anmerkung Maja: Schockzustände können das z.B. bewirken!) Das ist ungesund! Hier gibt es wenig Spielraum für den PH-Wert! Das kann gefährlich werden. Tränen wollen raus. Tränen schaffen Erleichterung, machen müde und können kitzeln. So fühlt man sich freier, kann vielleicht etwas schlafen und auch über Momente lachen, die man sonst in seiner Erinnerung nicht zulässt, weil Trauer ja nur Schmerz sein darf. Wir wollen aber kein Schmerz sein! Wir wollen Liebe sein, denn das sind wir!“


Man darf sich auch mit schönen Dingen ablenken. Sich eine Auszeit von der Trauer nehmen. Sich mit Freunden treffen, essen gehen oder was auch immer einen erfüllt.


Wenn es sich richtig anfühlt, sollte man Unterstützung annehmen. Wenn Menschen da sind, die signalisieren: Wenn Du reden willst, ich bin da. Wenn Du weinen willst, ich bin da. Wenn Du eine Umarmung brauchst, ich bin da. Solche Menschen sind wichtig und ein großer Schatz! Diese Hilfe ist ein Schatz, den man annehmen darf, wenn es sich danach anfühlt. So viele können das nicht: Da sein in solchen Momenten.

Dann ist da noch der Schmerz über das Feld, das nicht reagiert…


Hast du auch schon einmal jemanden „ent-täuscht“, der einen Verlust erlitten hat? Vielleicht ist es auch ohne Dein Wissen darum geschehen. Du hast zum Beispiel eine Karte geschrieben, sie ist aber nie angekommen. Und nun sitzen an beiden Seiten Menschen, die Schmerz empfinden ❤ Oder ist es bewusst geschehen, weil Du Dich hilflos, ohnmächtig oder gar überfordert gefühlt hast? So kann das ein Spiegel für Dich sein. Du weißt nicht, wie der andere Mensch fühlt. Du fühlst aber, was eine Reaktion, auch keine Reaktion ist eine Reaktion, mit Dir macht ❤


Ist der Mensch, der Dich ent-täuscht, wichtig für Dich? Dann sprich es an, wenn es sich richtig anfühlt. Nicht in Wut, nicht mit Vorwürfen. Dann, wenn Dein System ruhig ist. Entweder lässt es sich klären oder es steht mehr als ein Abschied an. Manchmal führen genau solche Momente zu einem Loslassen auf mehr als einer Ebene.


Ist Der Mensch nicht wirklich wichtig für Dich, so mache Deine Stimmung nicht von einer „Nicht-Reaktion“ dieses Menschen abhängig ❤ Das ist Energie, die Du anders nutzen kannst. Sonst zieht es Dich nur tiefer und tiefer.


Wenn auch Du gerade trauerst: Welch schöne Erinnerung darf Dir heute ein Lächeln schenken? Manchmal lacht und weint man auch zeitgleich, das ist vollkommen okay ❤


Ist die Trauer ein alles bestimmendes Gefühl und wird immer schwerer, macht sie Dich dunkler und dunkler, dann zögere bitte nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen ❤  Das ist ganz wichtig. Du bist wichtig ❤



Ich wünsche allen Betroffenen alles, was euch durch die Trauer hilft ❤